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"BROT UND KUNST" - Das Buch zur Brotfabrik Wien
Erhältlich im Büro der Loft City (Stiege 7/ 8. Stock "Skyloft", Mo-Do 10-17h)

4.10.2015: TANZ*HOTEL zeigt MEDUSA*EXPEDIT

von und mit Bert Gstettner, Hannes Mlenek, Günther Rabl.

Sonntag, 4.10.2015, 19.30 Uhr
Brotfabrik Wien – Expedithalle
Info und Kartenreservierung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | Tel: 01 6026945 | 0664 1448937

MEDUSA*EXPEDIT ist die erste Veröffentlichung des in mehreren Entwicklungsphasen konzipierten Tanz*Hotel Projekts Floss*Medusa choreography, paintings and composition von und mit Bert Gstettner, Hannes Mlenek, Günther Rabl.

„.. unermüdlich arrangieren wir 
die Abfälle unserer Erfahrung zu
 – fast könnte man sagen – Idyllen.“
(Friederike Roth)

Mit MEDUSA*EXPEDIT geben Gstettner, Mlenek und Rabl eine Performance in der 2500m2 großen, ehemaligen Anker-Brotfabrik-Expedithalle, mit einer choreografischen und raumakustischen Inszenierung zum Themenkreis ‘Das Floß der Medusa’. Dabei unternehmen sie den Versuch, ihre jeweiligen Ausdrucksmittel in Beziehung zu bringen.

Sie versetzen sich auf die Fregatte Medusa, einem Schiff, das im Jahr 1816 durch Navigationsfehler auf eine Sandbank vor der westafrikanischen Küste aufläuft und aufgrund mangelnder Rettungsboote, zu einem Floss dekonstruiert werden muss. Fünfzehn Tage hindurch treiben die übrigen, anfänglich 150 Schiffbrüchigen auf dem zurückgelassenen, steuerlosen Floß dahin. Unter den, gerade einmal, acht Überlebenden, befinden sich J.B. Henri Savigny und Alexander Corréard, die einen Bericht über die Ereignisse verfassen. Der Maler Théodore Géricault schuf 1816-18 zu diesem Vorfall ein postrevolutionär-romantisches, monumentales Gemälde. Es ist im Louvre in Paris ausgestellt. Auch dadurch ist diese humanitäre Katastrophe in starker Erinnerung geblieben und zum Mahnmal geworden.

In diesem Projekt geht es um das Versagen von Menschen in Extremsituationen. Es wird versucht, in dieses Scheitern hineinzufühlen, Zusammenhängen nachzugehen und aus der Tragik heraus eine dennoch positive Wendung in eine Zukunft ohne menschliche Katastrophen zu nehmen. Anbetrachts dieser Tragödie stellt sich insbesondere aktuell die Frage, wie wir mit den täglich neuen Nachrichten über Flüchtlingsschicksale und Schlepperverbrechen besser umgehen und wie wir die Situation der Notleidenden lindern können. Kann und soll die Kunst sich auf die heutigen Ereignisse beziehen und kann sie damit etwas bewirken? Jeder ist aufgefordert irgendwie zu antizipieren und denen, die es brauchen zu helfen.

MEDUSA*EXPEDIT ist derzeit ein 'Work in Process' und vorerst als einmalige Performance, eine erste Veröffentlichung von Materialien, Skizzen und Elementen des, in mehreren Entwicklungsstadien konzipierten Tanz*Hotel Projekts FLOSS*MEDUSA.