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Sirene Operntheater
GILGAMESCH
Idee und Text. Kristine Tornquist
Musik. René Clemencic

 

Premiere (Uraufführung) am 22.05.2015
weitere Vorstellungen am 23., 24., 27., 28. 29. Mai 2015
ehemalige Anker-Expedithalle
jeweils um 20.30 Uhr

 

Die Geschichte des Königs von Uruk, Gilgamesch, und seines Freundes Enkidu ist einer der ältesten literarischen Texte der Menschheit. Sie wurde im 13. Jahrhundert v. Chr. in Mesopotamien aufgezeichnet und überliefert Erzählungen, die zurück bis in das frühe dritte vorchristliche Jahrtausend nachzuweisen sind. Das Libretto der Oper Gilgamesch von Kristine Tornquist (Musik von Rene Clemencic) folgt diesem uralten Epos sehr genau. Der Abstand zu unserer Lebenszeit scheint schwer zu fassen, so sehr weit geht die Geschichte in die tiefste Vergangenheit zurück. Die im Gilgamesch angesprochenen Themen allerdings sind überzeitlich. Themen wie: der Tod, der Verlust eines geliebten Menschen, Größenwahn, Hybris, Sinnsuche. Die Frage, wie ein gutes Leben zu führen sei, treibt den Helden bis an das Ende der Welt und zurück, sie ist, so kommt uns vor, von unveränderter Aktualität.

 

Das Libretto von Kristine Tornquist verbindet eine texttreue Bearbeitung des immer noch nicht vollständig vorliegenden Epos in Ergänzung durch andere sumerische bzw akkadische Mythen und Texte. Und - als einzigen Eingriff in das sonst original belassene Material - den abstrakten Begriff der Zeit, den die mesopotamischen Völker nicht kannten. „Zeit“ ist der Refrain der Götter, „Zeit“ ist das Begehren Gilgameschs. Die Götter, die Überlebenden, sind wir selbst, denn unsterblich wird Gilgamesch nur in unserer Erinnerung, in der er auch im 21. Jahrhundert immer noch lebendig ist.

 

René Clemencic, vor allem bekannt als Pionier der Alten Musik, hat in seinen eigenen Bühnenkompositionen und Oratorien oft auf antike Stoffe - zum Teil auch in Originalsprachen wie Hebräisch oder Altgriechisch - zurückgegriffen und eine eigene musikalische Sprache dafür entwickelt, die der Unantastbarkeit und Wörtlichkeit der Texte viel Raum gibt und dennoch ganz eine eigene Tonsprache verfolgt.

 

 

Besetzung
Gilgamesch. Nicholas Spanos
Enkidu. Gernot Heinrich
Ischtar / Schamchat. Lisa Rombach
Aruru / Ninsun. Ingrid Habermann
Schamasch / Ea. David Jagodic
Enlil / Anu. Apostol Milenkov

 

In weiteren Solo-Rollen:
Sopran. Romana Amerling, Susanne Kurz
Mezzo. Anna Manske
Tenor. Willi Spuller
Tenor. Bernd Lambauer
Bassbariton. Johann Leutgeb, Clemens Kölbl

 

Das Rote Orchester.
Violine 1. Barbara Rombach-Kuderna/ Violine 2. Max Kuderna/ Viola. Ines Nowak-Dannoritzer/ Violoncello. Elisabeth Zeisner/ Kontrabass. Maximilian Ölz/ Trompete 1. Gerald Grün/ Trompete 2. Gottfried Gindlhumer/ Posaune 1. Werner Hackl/ Posaune 2. Peter Kautzky/ Tuba. Raoul Herget, Friedrich Gindlhumer/ Schlagwerk 1. Berndt Thurner/ Schlagwerk 2. Laszlo Csabai/ Schlagwerk 3. Adina Radu/ Schlagwerk 4. Robin Prischink/ Schlagwerk 5. Stefan Voglsinger

 

Musikalische Leitung. François-Pierre Descamps
Regie. Kristine Tornquist
Schattenspiel. Fabricio Ferrari
Bühne. Jakob Scheid
Kostüm. Markus Kuscher
Ausstattung. Roman Spiess
Maske. Csilla Domjan
Licht/Technik. Edgar Aichinger
Dramaturgie. Isabelle Gustorff

 

Zeitschatten. Eine Zeitreise mit sieben Dioramen. Ausstellende Künstler.
Barbara Graf. Markus Guschelbauer. Iris Kohlweiss. Leo Peschta. Lea Titz. Vesna Tusek. Natalia Weiss
Dioramen. Cornelius Burkert
Kuratorinnen. Isabelle Gustorff. Kristine Tornquist