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Filmarchiv Austria/ Kino der Orte
25. + 26. April 2013

Rare Filmpreziosen an außergewöhnlichen Schauplätzen der Stadt zu zeigen ist das Konzept dieses Tourneekino-Projektes. Die Programme reagieren dabei ganz konkret auf die Charakteristik und Stimmung der temporären Kino-Räume.

CinemaSessions: DO 25.4.2013, 20:00 Uhr

Drehort Fabrik

Drei Filme, in deren Zentrum die Fabrik steht:


ALLE RÄDER STEHEN STILL

A 1921. REGIE Franz Höbling. DREHBUCH Louis Nerz. KAMERA Piel Jutzi. MIT: Magda Sonja, Franz Höbling, Louis Nerz. PRODUKTION Olympic-Film (Wien). FORMAT s/w, stumm, mit dt. Zwischentiteln 60 Minuten


Der Zuckeronkel. Aufgenommen in der Bonbons und Pralinéesfabrik der Firma Julius Meinl
A 1921. FORMAT stumm, s/w 5 Minuten


Die ArbeiterInnen verlassen die Fabrik
A 2011. REGIE Katharina Gruzei. KAMERA Renate Bauer. FORMAT Farbe, Ton 11 Minuten


Live-Musik: Jorge Sánchez-Chiong (JSX)

Filmdok.WIEN: FR 26.4.2013, 20:00 Uhr

Industriestadt / Wiener Backtradition

Programm: Industriefilme, Werbefilme und Wochenschau-Berichte aus der Zeit von 1918 – 1961
Musikbegleitung Stummfilmprogramm: Florian C. Reithner

Bereits im Vorfeld des Ersten Weltkrieges bedienten sich Unternehmen des Mediums Film, um eine Leistungsschau ihrer Betriebe auf Zelluloid zu bannen. Industriewerbefilme entstanden, die einen mehrfachen Zweck verfolgten: Sie dienten als Lehr- und Werbefilme und verwiesen auf interne und externe Kommunikationsverläufe. In der Mitarbeiterschulung wurde die Belegschaft über Arbeitsprozesse informiert, per Film trainiert und unterwiesen, mit dem Ziel, die Produktion und die Arbeitsabläufe zu standardisieren. Zugleich waren Lehrfilme nicht selten als Werbeindustriefilme konzipiert, die Handelspartnern (aber auch Laufkundschaft) bei Messen und Fachtagungen als Werkschau dienten und eine moderne und effiziente Produktionsweise sowie formschöne und hochwertige Waren präsentierten. Auch der Staat bekundete Interesse an diesen Filmproduktionen, welche im In- und Ausland die Leistungsstärke des Landes unter Beweis stellen sollten. Nach dem Zweiten Weltkrieg berichtete vor allem die Wochenschau über den Fortschritt der heimischen Industrie, das beginnende Wirtschaftswunder ließ sich allmählich erahnen.

Weitere Informationen:
Kino der Orte